Im Moment sein

Im Moment sein

Eines der wichtigsten Dinge im Leben, die mir Yoga und Fotografie vermitteln, ist im gegenwärtigen Moment zu sein. Oft weile ich mit sorgenvollem Blick in der Zukunft oder mit Ärger über etwas in der Vergangenheit. Wenn es mir jedoch gelingt, mich auf meine Atmung zu konzentrieren und in den jetzigen Moment zu kommen, sind aller Ärger und alle Sorgen verflogen. Beim Fotografieren geht es mir ähnlich. Ich bin voll fokussiert auf das, was gerade passiert. Denn bin ich einen Augenblick unaufmerksam, ist der Moment auch schon wieder vorbei. So wie das Rotkehlchen, das in dem einem Moment noch vor mir sitzt und wenig später ist der Ast bereits leer.

Rotkehlchen im Abflug
Schon ist der Ast leer

Für Ausgleich sorgen

Für Ausgleich sorgen

Nach den letzten drei sehr anstrengenden Wochen mit entsprechend langen Arbeitstagen, habe ich mich entschieden zum Ausgleich und zu meiner Gesunderhaltung diese Woche etwas ruhiger zu machen. Die Arbeit ist nicht weniger geworden und ich könnte weiter das Hamsterrad treten. Allerdings hat mich das Leben gelehrt, dass das meiner Gesundheit nicht zuträglich ist. Denn das Leben ist eine stetige Suche nach Balance. Tendiert es zu sehr in eine Richtung muss in die andere Richtung ausgeglichen werden.

Blick über Wiesen in die Aachener Soers
Blick über Wiesen in die Aachener Soers

So ist zu langes Sitzen nicht gesund. Das macht sich schnell mit Rückenproblemen und Nackenverspannungen bemerkbar. Zu viel Sport ist allerdings auch nicht gut und kann zu Übertraining führen. Daher ist es mir wichtig immer mal wieder innezuhalten und zu schauen, wo ich den Ausgleich gerade benötige. Mein erstes Mittel ist wie immer spazieren gehen und Fotografieren, damit komme ich zur Ruhe. Wenn danach noch Yoga oder Bodyweighttraining folgen, dann fühle ich mich ausgeglichen und kann nachts gut schlafen.

Hängematten am Lousberg im Nebel
Hängematten am Lousberg im Nebel

Falls es mal keine Bewegung sein soll, ist es bei mir Stricken, oder wie ich Euch bereits erzählt habe, seit dem letzten Jahr das Nähen. Die kreative Tätigkeit und das hinterher etwas in der Hand zu haben, zu sehen und zu fühlen, was ich gemacht habe, ist für mich ein schöner Ausgleich zur IT.

Umgestürzter Baum auf dem Lousberg
Umgestürzter Baum auf dem Lousberg in Aachen

Mein erstes Sockenpaar nähert sich dem Ende und ich freue mich schon auf das nächste. Das knallige Garn liegt schon parat. Wenn sie fertig sind, zeige ich sie Euch.

Wie geht Ihr mit Stress im Büro um? Wo ist Euer Ausgleich?

4. Advent

4. Advent

Die Plätzchen sind gebacken. Die Adventskalender-Tütchen gehen langsam zur Neige. Weihnachten steht vor der Tür. Es steht also nichts einem gemütlichen, entspannten Tag im Weg. Auch einmal schön, keine Pläne zu haben – ausser dem obligatorischen Spaziergang. Wie sieht es bei Euch aus? Wie verbringt Ihr Euren Tag?

Einen schönen 4. Advent wünsche ich Euch!

Stress im Homeoffice

Stress im Homeoffice

Einige Stressfaktoren fallen durch das Homeoffice weg. Dazu zählt bei dem ein oder anderen der Weg zur Arbeit mit Auto, Bus oder Bahn. Dafür kommen andere dazu. So fällt es oft schwer zwischen Arbeit und Privatleben zu trennen und Abends den Feierabend zu genießen, weil die räumliche Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben nicht mehr da ist. So kommt es schnell zu fehlenden Erholungszeiten.

Räumliche Trennung schaffen

Falls Ihr wie ich kein eigenes Arbeitszimmer habt, ist eine Möglichkeit um räumliche Trennung zu schaffen, abends den Bürolaptop zuzuklappen und mitsamt Kabeln in einer Schublade verschwinden zu lassen.

Dazu kommt noch, dass gerade in dieser Zeit der gewohnte Ausgleich wegfällt. Was haben wir also für Möglichkeiten mit dem Stress umzugehen?

Stress ist oft selbstgemacht

Wichtig in Bezug auf Stress ist zu wissen, dass dieser oft eine Einstellungssache ist. Wenn ich mit einer positiven Einstellung an eine Sache gehe, gehe ich mit ein und derselben Sache anders um, als wenn ich mit einer negativen Einstellung daran gehe. So z.B. wenn ich einen Vortrag halten muss, und entsprechend selbstbewusst bin, gehe ich damit anders um, als wenn ich schüchtern bin und scheu habe, mich vor andere zu stellen.

Für Ausgleich sorgen

Mein persönlicher Ausgleich ist in die Natur zu gehen und zu fotografieren. Gleichzeitig bekomme ich durch das spazieren gehen, aber auch Bewegung. Wenn Ihr Euch zu Hause mehr bewegen wollt, fangt mit kleinen Dingen an. Besonders Begeistert bin ich persönlich von Dingen, für die ich keine Geräte, ausser vielleicht einer Matte, brauche. Dazu zählt für mich funktionelles Training, das hilft Alltagsbewegungen leichter absolvieren zu können und, was ich persönlich besonders Liebe, Yoga.

Es gibt aber auch anderes, was wir auch zuhause tun können. So habe ich die gewonnene Zeit genutzt ein paar Dinge zu lernen, die ich immer schon lernen wollte und mir bisher die Zeit dazu gefehlt hat. Eines davon war in meinem Fall war es das Nähen. Dank YouTube und Internet habe ich schnell Fortschritte gemacht und mir inzwischen meine ersten Kleidungsstücke selbst genäht. Überlegt mal, was könnte es bei Euch sein? Was wolltet Ihr schon immer lernen?

Abendspaziergang

Abendspaziergang

Nachdem ich diese Woche zwei Yogakurse über gegeben habe, habe ich gestern meinen freien Abend in der Natur genossen und konnte ein paar schöne Augenblicke einfangen.

Beim Weitergehen konnten wir sehen, wie die Mücken im Sonnenlicht tanzten und ein Auto hinten Staub aufgewirbelt hat.

Auf dem Foto unten seht Ihr ein Pfaffenhütchen im Abendlicht. Pfaffenhütchen gehören zu den einheimischen Stauden und sind besonders wertvoll für unsere Insektenwelt.

Auch die Hagebutten wurden wunderschön angestrahlt.

Zu guter Letzt konnten wir die Länge einer Kuhzunge bewundern. Sie schafft sogar sich damit die Nase zu putzen.

Die Komfortzone verlassen

Die Komfortzone verlassen

Manchmal tut man Dinge, die man vorher nie gedacht hat, dass man sie machen würde. So ging es mir, als das Hochschulsportzentrum der RWTH Aachen mich fragte, ob ich bereit wäre eine Aufnahme für die HSZ Digital Workouts mitzumachen. Die Zusage war schnell gemacht und ich habe mich entschieden in erster Linie Basics zu unterrichten. Dann kam der Tag der Aufzeichnung… Am Anfang war ich noch etwas unsicher, weil es mein erstes Video war, aber seht selbst, was daraus geworden ist:

Inzwischen, wo der zweite Lockdown da ist, und alle Sportkurse wieder gestrichen wurden, möchte ich sie gerne weiter online fortführen. Ich vermisse meine Teilnehmer und das Unterrichten einfach zu sehr und wer weiß, vielleicht mache ich ja auch das ein oder andere YouTube Video. Diese Woche wird auf jeden Fall Hard- und Software getestet. Wenn Ihr Tipps dazu habt, hinterlasst mir doch gerne einen Kommentar.

Gedanken zum Arbeitsweg

Gedanken zum Arbeitsweg

Vor inzwischen vielen Jahren bin ich noch regelmäßig mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Dabei habe ich gar nicht wahrgenommen, wie oft ich schon gestresst zur Arbeit gekommen bin.

In der Pontstraße

Heute bin ich glücklich zu Fuß zur Arbeit gehen zu können. Das Licht morgens ist oft besonders schön und so ist die Zeit da es zu genießen. Bei der frischen

Luft wird auch das Gehirn noch einmal durch gepustet. Dann gibt es im Büro noch einen Kaffee. Das ist für mich ein wundervoller Start in den Tag. 🍀

Blumenbeet in Ecke Pontstraße/Augustinerbach

Auch Abends bietet der Weg nach Hause tolles Licht.

Auf dem Weg zum Markt

Was hilft Euch morgens wach zu werden? Wie kommt Ihr zur Arbeit?

Yoga und Prana

Yoga und Prana

Was Yoga ist, habe ich vor kurzem in dem Artikel Was ist Yoga? erklärt. Prana ist die Lebensenergie oder auch Lebenskraft. Prana ist in der Natur in Allem zu finden. Es ist die Essenz allen Lebens.

Das Wort Prana besteht aus den zwei Silben „Pra“ und „Ana“. „Pra“ bedeutet wörtlich „schöpfen“, „zeugen“, „hervorbringen“ und „Ana“ bedeutet „atmen“. So nehmen wir z.B. Prana auf, wenn wir einatmen. Außerdem kann Prana durch Nahrung, Wasser oder Sonnenenergie aufgenommen werden.

Die Yogapraxis dient dazu Prana zu erhöhen. Im ersten Schritt versuchen wir während der Yogapraxis Bewegung und Atmung in Einklang zu bringen und die Atmung möglichst frei fliessen zu lassen. Verändert sich unser Atem und stockt an einer Stelle oder wird gepresst, wissen wir, dass wir etwas verändern müssen. Wenn wir dies aufmerksam beobachten und unsere Bewegung oder Haltung entsprechend anpassen, wird unser Atem zu dem besten und tiefgründigsten Yogalehrer, den wir haben können.

Was ist Meditation? Wie meditiere ich?

Was ist Meditation? Wie meditiere ich?

Für Meditation gibt es verschiedene Beschreibungen. Was heutzutage meist mit Meditation verbunden wird, ist das Stille hinsetzen nichts tuen für eine bestimmte Zeit. Eigentlich ist Meditation (dhyana im Sanskrit) die Fähigkeit sich ohne Ablenkung auf ein Objekt konzentrieren zu können.

tatra pratyayaikatānatā dhyānam

— Patanjali Yogasutra1

Das ist oft leichter gesagt als getan, da unser Geist dazu tendiert zu wandern. Daher gibt es Vorstufen zur Meditation, das zurückziehen der Sinne (pratyahara) und die Konzentration auf ein bestimmtes Objekt oder Bild (dharana).

So entsteht die Meditation aus der Konzentration.


Literatur

  1. Saraswati, Swami Satyananda. Four Chapters on Freedom: Commentary on the Yoga Sutras of Sage Patanjali, Yoga Publications Trust.
  2. Desikachar, . K. V.: The Heart of Yoga – Developing A Personal Practice, Inner Traditions Bear and Company.